Österreichische Akademie der Wissenschaften
Institut für Geographic Information Science (GIScience)
Das Institut 'Geographic Information Science' (GIScience) nahm mit Jahresbeginn 2007 ihren Betrieb auf und widmete den Schwerpunkt der anlaufenden Forschungstätigkeit der Grundlagenforschung in zentralen Arbeitsgebieten der Geoinformatik bzw. Geographischen Informationswissenschaft.
Direktor: Prof. Dr. Josef Strobl
Fachliche Expertisen der MitarbeiterInnen reichen von Geoinformatik, Geodäsie, Geographie, Kartographie, Fernerkundung, Geologie, Fachdidaktik bis hin zur Ökologie.
Kontakt
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Institut für Geographic Information Science (GIScience)
Schillerstraße 30
5020 Salzburg
> www.oeaw.ac.at/GIScience
Email: office.giscience[at]oeaw.ac.at
Daten & Fakten
- 22.06.2006 Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) kehrt nach Salzburg zurück: Am Donnerstag gaben Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S), ÖAW-Präsident Herbert Mang und der Rektor der Universität Salzburg, Heinrich Schmidinger, bei einem Pressegespräch bekannt, dass die Akademie eine Forschungsstelle für Geographic Information Science (GIS) in Salzburg errichtet. (Standard Bericht 2006)
- 09.01.2007 Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zur Errichtung der ÖAW-Forschungsstelle „Geographic Information Science“ zwischen ÖAW, Land Salzburg, Universität Salzburg für den Zeitraum 1. August 2006 – 31. Juli 2009 unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Strobl
- 01.02.2007 Beginn der DV der ersten MitarbeiterInnen
- 30.05.2007 Feierliche Eröffnung: Forschungsstelle Geographic Information Science mit LHF Gabi Burgstaller und ÖAW Präsident Peter Schuster
- 30.03.2009 Umbenennung von Forschungsstelle in Institut
- 01.08.2009 Übernahme der MitarbeiterInnen in das ÖAW Budget
- 31.07.2012 Übernahme des Instituts durch die Universität Salzburg, Eingliederung in den neuen Interfakultären Fachbereich Geoinformatik - Z_GIS
- 01.08.2012 Einrichtung der Beratungskommission für Geographic Information Science an der ÖAW, Obmann: Prof. Dr. Josef Strobl
'Geographic Information Science' stellt die Grundlagen der räumlichen Komponente, bzw. der geographischen Sichtweise der Informations- und Wissensgesellschaft dar. Der überwiegende Anteil der heute gesammelten Daten bzw. Informationen kann nur unter Berücksichtigung des jeweiligen räumlichen Bezugs voll in Wert gesetzt werden. Dies gilt für naturräumliche Daten wie für solche mit demographischem oder wirtschaftlichem Bezug, für personenbezogene Daten ebenso wie für aggregierte Mobilitäts- und Finanzkennzahlen. Nur mit adäquater Georeferenzierung, und deren Einbeziehung in Analysen, Modelle und Simulationen können entscheidungsunterstützende Grundlagen für die Organisation von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bereitgestellt werden.
GIScience stellt Grundkonzepte, Methoden und Strategien für die georeferenzierte Komponente der Informationsverarbeitung bereit. Dabei ist der Gesamtablauf von Informationsmodellierung (generische Abstraktion) und Organisation über Analysen, Visualisierung und operativen Einsatz zu berücksichtigen. Die Forschungsstelle fokussiert ihr Forschungsprogramm auf die kritischen Stellen und aktuellen Defizite der Geoinformatik: Datenmodelle für 3D und 4D Phänomene; Entwicklung von Methoden zur Informationsextraktion aus Bildern, Datenströmen und strukturierten Daten; Simulationstechniken zur Szenarienentwicklung und fortgeschrittene Visualisierungstechniken für multidimensionale Daten.
Besonders akzentuiert wird die Schnittstelle zwischen Sensorik / analytischer Geoinformatik / Visualisierung und handelnden Individuen: menschliches Agieren und Reagieren abhängig von Position im Raum, von ortsgebundener Informationsverfügbarkeit und insbesondere auch gesteuert durch raumbezogenen Wissenserwerb wird in formalen und informellen Lernprozessen untersucht.
Eine universelle Einbindung georeferenzierter Information in die volle Palette heterogener Anwendungsfelder ist effizient nur durch Bereitstellung über vereinheitlichte Schnittstellen erreichbar. Ausgehend von der 'OpenGIS' - Initiative werden verteilte Datenbanken als 'Geodateninfrastruktur' (GDI) etabliert. Die Forschungsstelle GIScience unterstützt die Einrichtung von GDI-Instanzen durch auf deren zentrale Komponenten konzentrierte Arbeiten, um damit dem Ziel leistungsfähiger GDI auf nationaler und internationaler Ebene näher zu kommen.
Übergeordnete Ziele des Forschungsprogramms ist daher die Integration einer explizit räumlichen Komponente in alle Informationsverarbeitungsprozesse mit Bezug zu Naturhaushalt, Lebensräumen und Wirtschaft. Dies wird unterstützt durch Sensibilisierung für den Stellenwert einer nicht vermehrbaren Ressource: des Raumes an der Erdoberfläche.
